Eine Einführung ins Mobile Payment (Bezahlen per Smartphone oder Tablet)

Das Smartphone ist für viele Menschen nicht nur ständiger Begleiter im Alltag geworden, sondern beginnt auch allmählich das herkömmliche Portemonnaie zur ersetzten. Zahlreiche Apps verwahren bereits unser digitales Ticket, die unzähligen Karten, die wir einst von diversen Firmen und Läden in Scharen in unserem Geldbeutel hüteten. Gerade in den letzen Monaten verstärkt sich aber auch ein weiterer – wohl revolutionärer – Trend, der sich an der Kasse im Supermarkt bereits bemerkbar macht. An die Stelle des lästigen Kramens im Geldbeutel rückt das „Mobile Payment“. Das Wichtigste zu diesem Trend findet ihr in diesem Beitrag.

Apps, NFC & Co – Die Bezahlmöglichkeiten per Smartphone

Egal, ob der Betrag wenige Cent oder einige Euros umfasst. Breites jetzt gibt es zahlreiche Anbieter, welche auf den Mobile Payment-Markt drängen, und versuchen, sich auf den Handys dieser Welt zu etablieren. Gerade durch namhafte Produzenten von Smartphones wie Apple oder Samsung mit deren Bezahldiensten wie „Apple Pay“ oder „Samsung Pay“ hat der Markt noch einmal richtig Fahrt aufgenommen.
Diese Hersteller nutzen die NFC (Near Field Communications) Technik. Während Apple keinen Anbieter darauf zugreifen lässt, ist der Android-Riese dabei offener. Mittels des Funksignals wird der Betrag so auf einen NFC-Terminal an der Kasse übertragen. Diese Methode funktioniert daher auch nur dann, wenn sich sowohl das Handy als auch der Empfänger des Geldes in unmittelbaren Umfeld befinden und beide über die Technik verfügen.
Öffnet der Anbieter die NFC Technik können Entwickler darauf zugreifen und entsprechende Apps anbieten. Beispiele hierzu wären die App „Boon“ der Wirecard-Bank, welche ein digitales Konto zur Verfügung stellt, dass sozusagen „aufgeladen“ werden kann (wie eine Prepaid-Karte oder Prepaid-Tarif).
Aber gerade in letzter Zeit drängen auch immer mehr kleine Anbieter auf den Markt, sodass sich ein individueller Blick in den jeweiligen Store des persönlichen Betriebssystems lohnt, um das passende Angebot aus Kosten und Nutzen zu finden.
In Deutschland ist so beispielsweise der NFC-Dienst „mPass“ oder auch das Angebot „myWallett“ der deutschen Telekom verfügbar. Dabei müsst ihr über die NFC-Technik verfügen und in diesem Fall nur die kostenlose Android-App downloaden und mit Guthaben füllen. Andernfalls gibt es bei der Telekom spezielle NFC-SIM-Karten, die eingesetzt werden können. Die persönlichen und bargeldlosen Bezahlvorgänge werden dann jeweils mit einer persönlichen PIN ermöglicht und die Transaktionen folglich ausgeführt.

Die Idee ist da, doch wie geht’s weiter?

Damit ihr euren Wunsch nach Mobile Payment auch zügig umsetzen könnt, sind hier einige Tipps wie ihr dies am schnellsten erreicht. In der Regel könnt ihr dabei entweder die Schritt für Schritt Anleitung befolgen, die in der bereits vorinstallierten Pay-App eures Smartphones vorhanden ist. Sollte eine solche App nicht auf deinem Handy vorhanden sein empfehlet sich der Download der App eines externen Anbieters wie Vodafone, Mpass oder einem Unternehmen eurer Wahl. Nach der Registrierung kannst du Geld auf dein App-Konto auf deinem Handy überweisen, sodass dieses bei Abbuchungen genutzt wird. Weiterhin kann bei Bedarf in der Regel auch die Lastschrift-Methode mit direkten Kontozugriff akzeptiert und so genutzt werden. Grundsätzlich ist es aber so, dass gerade große Ketten je ihre eigene App auf dem Markt haben und teils auch nur diese unterstützen. Nennenswerte Apps wären hierzu die der Supermarkthandelskette EDEKA oder Netto. Nach dem Anlegen eines Benutzeraccounts und der Bestätigung des Aktivierungslinks wählt man eine persönliche Sicherheits-PIN, die man dann an der Kasse beim Bezahlen eingibt.
Aufgrund der hauseigenen App wird so auch ein Coupon erstellt. Den auf dem Display erscheinende Strich- oder Zahlencode übergibt man der Fachkraft an der Kasse. Durch das Einscannen des Codes des Coupons bekommt man den Rabatt, den man über die zahlreichen Einkäufe hinweg sammelt, angerechnet.
Mit Hilfe der hauseigenen Apps kann so bei den jeweiligen Geschäften (REWE, EDEKA oder Netto) der Einkauf und die Verwaltung der Rabatte eingesehen werden.

Bezahlen per Handy

Wie sicher ist das Bezahlen per Smartphone ?

Wer Mobile-Payment-Methoden einrichtet, sollte sich darüber informieren, wie umfangreich der Drittanbieter auf den Geldtransfer Einsicht nehmen kann. Der Weg zum gläsernen Kunden, dessen Transaktionen Dank seines Smartphones mitverfolgt werden können, ist hierbei oft nicht allzu weit entfernt. Gerade vor Phishing- oder Tracking-Attacken durch gefälschte E-Mails des angeblichen Dienstleisters der persönlichen Applikation sollte daher geachtet werden.
Zudem kann unerwünschte Werbung aufgrund der Erstellung des Kundenprofils und die generierten Kaufdaten eine Folge sein, weshalb sich ein Blick auf die teils individuellen Rechte der Anbieter lohnt. Grundsätzlich gilt daher: Achtet auf seriöse Barzahlungsabwickler und bezahlt nur bei seriösen Kaufstellen mit dieser Methode.

Die Zukunft des mobilen Bezahlens

Der Kreditkartenhersteller Visa beispielsweise geht davon aus, dass bis spätestens 2020 oder 2021 mobiles Bezahlen an allen Kassenterminals in Europa möglich sein wird. Gerade bei großen Ketten und Franchises ist wohl davon auszugehen, dass sich die Methode nach und nach durchsetzen wird. Wie mittelständische Betriebe damit zurechtkommen, bzw. ob sich dies für diese lohnt, kommt auf deren Klientel an. Daher hilft es seine eigenen Kaufgewohnheiten einmal reflektiert zu überdenken, um festzustellen, ob bei den eigenen Geschäften, welche man für Einkäufe nutzt, der Dienst bereits verfügbar ist oder wohl künftig zum Standard wird. Dann steht dem etwas leichteren Geldbeutel wohl nichts mehr im Wege. Und das Smartphone, das die meisten Menschen sowieso immer mit sich führen, ja das wird wieder durch eine zusätzliche Funktion erweitert…

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