Ein 2-Personen-Haushalt in einem Mehrfamilienhaus verbraucht in Deutschland durchschnittlich 2400 Kilowattstunden Strom Pro Jahr. Um den Stromverbrauch zu reduzieren, existieren diverse Tipps. Beispielhaft sind hier Tipps wie die konsequente Abschaltung von Stand-By-Geräten, oder die Anschaffung von neueren, energiesparenderen Haushaltsgeräten anzuführen. Durch die Befolgung dieser Tipps lässt sich jährlich enorm viel Geld einsparen.
Ein wesentlich besserer und effizienterer Weg, Geld bei den Stromkosten zu sparen, ist der Wechsel des Stromanbieters. In diesem Ratgeber wollen wir euch veranschaulichen welche finanziellen Einsparungsmöglichkeiten durch den Wechsel existieren.

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Stromanbieter vergleichen reicht nicht, immer recherchieren und Feedbacks ansehen

Der regional ansässige Anbieter


In Deutschland wird jedermann grundsätzlich vom örtlich ansässigen und zuständigen Stromanbieter versorgt. Dieser zählt im Vergleich meist zu den teureren (teuer) Anbietern. Dabei könnt ihr das vorerst gar nicht beeinflussen.Solltet ihr keinen explizit anderen Anbieter ausgewählt haben, bezieht ihr euren Strom vom regionalen Anbieter. Dies hat gewiss auch Vorteile. Meist sind diese Anbieter bei Problemen schnell vor Ort und die Gewissheit, einen Ansprechpartner in der Nähe zu haben, erscheint für manche sinnvoll. Dieser Service kostet. Vergleichbar ist das mit den Unterschieden zwischen der Hausbank mit der Filiale im Ort und dem kostenlosen Girokonto der Onlinebank, mit der ihr lediglich telefonisch oder schriftlich in Verbindung treten könnt.
Wer von euch bereit ist, für diesen Service zu zahlen, ist bei dem regionalen Anbieter richtig.

Möglichkeiten und Vorteile des Wechsels


Mit wenigen Klicks im Internet wechselt ihr euren Anbieter. Dieser Aufwand ist minimal. Ihr müsst nicht einmal euren alten Vertrag selbst kündigen, da dies der neue Stromanbieter im Rahmen der Kundengewinnung für euch übernimmt.
Am Einfachsten ist es, die vielen Anbieter über ein Online-Vergleichsportal wie Check24 oder Verivox zu vergleichen. Hier findet ihr Angaben zu Laufzeiten, monatlichen Grundpreisen, Kosten der verbrauchten Kilowattstunde und Boni.
In den meisten Fällen sind es genau die Boni, die die Kosteneinsparung bei den Stromkosten verursachen. Mit dem Neukundenbonus und dem Treuebonus in unterschiedlicher Höhe locken die Anbieter die Kunden. Hierbei überbieten sich die Anbieter regelrecht gegenseitig in den Boni.

Gefahren des Wechsels zu einem billigeren (billig) Betreiber


Im Februar dieses Jahres meldete die Bayerische Energieversorgungsgesellschaft aus München Insolvenz an. Dieser Gas- und Stromanbieter lockte mit besagten Boni und niedrigen Kosten. An dieser Stelle müssen wir die Arbeitsweise dieser billigen (billig)Anbieter genauer betrachten.
Mit den Boni und den niedrigen Preisen im Erstvertrag locken die Anbieter neue Kunden. Ihr Geld verdienen sie jedoch erst durch den Anschlussvertrag. Meist laufen die Verträge 24 Monate. Wenn ihr innerhalb dieser Zeit nicht kündigt, wird dann automatisch verlängert, und zwar zu deutlich teureren (teuer) Konditionen. Dieses Phänomen ist kein Einzelfall der Strombranche, sondern findet in sämtlichen Bereichen wie Handyverträgen, Fernsehabonnements usw. Anwendung.
Die Anbieter setzen somit darauf, dass die Kunden vergessen den Vertrag zu kündigen oder schlicht und einfach zu bequem für die Kündigung sind.
Sollten nun viele Kunden innerhalb des Erstvertrages kündigen, besteht die Gefahr der Insolvenz des Anbieters. Ein Insolvenzverfahren ist oft mit Aufwand und Kosten für den Verbraucher verbunden.

Erfahrungswerte und Tipps


Durch langjähriges Stromanbieterwechseln wollen wir euch folgende Tipps mit auf den Weg geben.
1. Nehmt nicht unbedingt den billigsten Anbieter aus der Vergleichsliste, sondern einen bekannten, großen Anbieter, der meist an zweiter oder dritter Stelle steht und nur geringfügig teurer ist.
2. Setzt die Abschläge tief an. Im Falle einer Insolvenz wird es deutlich schwieriger, Guthaben zurückzubekommen als einer Zahlungsaufforderung nachzukommen. Während der Laufzeit könnt ihr die Abschläge jederzeit anpassen, um eine Guthabenanhäufung zu vermeiden.
3. Nutzt die Kündigungswecker der Vergleichsportale oder notiert euch die Kündigungsfristen. So verhindert ihr, dass ihr unbewusst in einen teuren Anschlussvertrag geführt werdet. Am Einfachsten ist es, zu Beginn der Vertragslaufzeit bereits zu kündigen. Solltet ihr schlussendlich bei dem Anbieter bleiben wollen, locken diese im Rahmen der Kundenhaltung mit Anschlussangeboten.

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Fragt in eurem Freundenkreis, das kostet nichts

Zusammenfassung


Durch den Wechsel des Anbieters von einem teuren ortsansässigen zu einem billigen Internetanbieter spart ihr jährlich enorm viel Geld. Der Aufwand hierbei ist durch Vergleichsportale, die die Vertragsabwicklung mit dem Alt- und Neuanbieter für euch übernehmen, minimal. Achtet allerdings darauf, nicht unbedingt den billigsten Anbieter aus der Liste zu nehmen, um möglichen Ärger eines Insolvenzverfahrens zu vermeiden.

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