Schufa-Auskunft – warum sie so wichtig ist

Die Schufa – Jeder von euch hat mit diesem Begriff schon mal Bekanntschaft gemacht. Dahinter verbirgt sich der etwas sperrige Begriff „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“ und was in der Vergangenheit nur von Banken genutzt wurde ist mittlerweile bei einer Vielzahl von Geschäften notwendige Voraussetzung.

Wie funktioniert die Schufa eigentlich?

Das Prinzip ist relativ einfach – jeder der Daten der Schufa abfragt, ist auch seinerseits verpflichtet Daten zurückzumelden. Das bedeutet zum Beispiel, dass bei einer Kreditvergabe eine Bank zuerst anfragt, ob Kredite bereits an Dich vergeben wurden. Ist das der Fall, wird gleichzeitig angefragt, ob Du die Kredite auch immer bedient hast. Ist das alles problemlos erfolgt, dann wird Dir wahrscheinlich auch der neue Kredit eingeräumt. Aber in diesem Moment wird dieser neue Kredit auch an die Schufa übermittelt. Auf diese Weise erhält die Schufa recht verlässliche Informationen. Darüber hinaus werden auch bereits abgezahlte Kredite noch für eine Übergangsperiode gespeichert, aber als zurückgezahlt markiert.

Schufa-Score – der wirklich wichtige Wert

Aus den oben aufgeführten Informationen, plus Informationen ob gegen Dich Mahnbescheide vorliegen oder eine eidesstattliche Versicherung abgegeben wurde, ermittelt die Schufa einen Scoring-Wert – also eine Bewertung Deiner Kreditwürdigkeit. Hier gilt, je höher je besser! Oder im umgekehrten Fall, je niedriger der Wert, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass der Kredit nicht eingeräumt wird. Mittlerweile nutzen aber auch viele E-Commerce-Händler die Schufa und melden ihrerseits auch Probleme bei Zahlungen. Wer also keinen Kredit hat, aber Probleme mit Zahlungen im E-Commerce hat, der wird ggf. damit rechnen müssen, dass er bestimmte Käufe nur mit sogenannten sicheren Zahlungsmethoden machen kann.

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Panne bei der Schufa hat zu falschen Ergebnissen geführt

Vor einigen Tagen wurde bei der Schufa allerdings ein echter Bock geschossen. So stellte sich heraus, dass der gemeldete Scoring-Wert für einige Käufer schlichtweg falsch war. Grund war, dass bei der Ermittlung des Scoring-Wertes keine automatische Berechnung erfolgte, sondern dieser Wert manuell durch Sachbearbeiter ermittelt und zugeordnet wurde. Und genau hier lag das Problem, denn die Mitarbeiter haben den vorher ermittelten Wert dem falschen Kunden zugeordnet. Das Ergebnis war für die Betroffenen katastrophal, denn sie erhielten keine Kredite, bekamen keine Wohnung oder konnten im E-Commerce keine Käufe durchführen. Die Schufa hat zwar betont, dass das nur in Einzelfällen passiert sein soll, aber für die die Betroffen waren ist das wenig tröstlich.

Schufa-Scoring kann überprüft werden

Die wenigsten wissen möglicherweise, dass die Schufa verpflichtet ist, euch kostenlos Auskunft über eure Daten zu übermitteln. Ihr habt somit das Recht, einmal im Jahr über ein auf der Website der Schufa zur Verfügung gestelltes Formular Auskunft über eure Daten zu erhalten. Dieses Recht solltet ihr auch definitiv ausüben und unbedingt bei falschen Einträgen die Schufa kontaktieren. Denn wie bereits oben beschrieben können schlechte Scoring-Werte dazu führen, dass ihr von für euch wichtigen Geschäften ausgeschlossen werdet oder höhere Preise zahlen müsst. Und in Verbindung mit der jetzt bekannten Datenpanne sollte dringend eine Auskunft eingeholt werden.

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