Per Smart Watch bezahlen

Smartwatches halten immer mehr Einzug in das alltägliche Geschehen und sind für viele Nutzer fast nicht mehr wegzudenken. 2019 gaben bereits mehr als 35% der befragten 16 Jahre alten Studienteilnehmer an, dass sie ihre Smartwatch privat nutzen. Die Tendenz ist steigend und auch bei anderen Generationen, ist der technische Helfer längst in das Leben integriert worden und ein nützlicher Alltagshelfer. Ein kurzer Blick auf das Gerät präsentiert, was sonst auf dem Bildschirm des Smartphones zu lesen ist. Nützliche Funktionen wie ein Pulsmesser, GPS-Tracker oder das Bezahlen über Dienste wie Google Pay etc. tragt Ihr mit so einer Uhr immer am Handgelenk. Insbesondere das Bezahlen ist sehr zukunftsweisend und soll im Folgenden etwas näher beleuchtet werden.

Wie wird mit der Smartwatch bezahlt?

Damit ihr mit eurer Uhr beispielsweise Einkäufe oder euer Fastfood bezahlen könnt, braucht diese lediglich Android 5.0, oder eine neuere Version beziehungsweise ein vergleichbares Betriebssystem. Zusätzlich muss NFC, also das kontaktlose Übertragen von Daten, vorhanden sein. Damit sind die technischen Voraussetzungen für euer Gerät schon abgearbeitet. Neuere Modelle für euer Handgelenk verfügen fast alle über die genannten Features. Ihr braucht euch also keine Sorgen machen, dass es sich hier um exklusive Hightech-Technik handelt. Die passenden Watches gibt es in verschiedenen Preisklassen.

Die Bezahlung per Smartwatch muss zuvor konfiguriert werden.


Habt ihr nun die Uhr dabei, müsst ihr einen passenden Bezahldienst auswählen. Welche Anbieter es dort gibt und welcher am besten für euch geeignet ist, klären wir etwas später. Seid ihr entsprechend angemeldet, müsst ihr noch darauf achten, dass die NFC-Funktion aktiviert ist. Schon können Transkationen ausgeführt werden.
Beim Bezahlen braucht ihr ab sofort weder das Portemonnaie noch das Smartphone zücken. Ein einfaches Halten der Smartwatch vor das EC-Gerät genügt und die Zahlung wird eingeleitet. Damit hat das lästige Kleingeld keinen Platz mehr bei euch in der Geldbörse. Ganz davon abgesehen, dass der Bezahlvorgang so einfach auch eleganter aussieht, ist er auch viel hygienischer als die herkömmlichen Methoden und Abläufe.

Welch Bezahldienste gibt es und welcher ist der Richtige für Euch?

Zunächst solltet ihr eure Smartwatch und euer Smartphone abstimmen. Das heißt, dass eine Applewatch mit einem iPhone verbunden wird und eine Uhr mit Android auch am besten mit einem androidgetriebenem Smartphone interagiert. Diese Tatsache schränkt die Wahl eines passenden Dienstes schon sehr weit ein, da beispielsweise Apple Pay nicht für Androidgeräte verfügbar ist.

Die Bank muss das Bezahlen per Smartwatch ermöglichen.

Im Vorfeld solltet ihr auch abklären, ob eure Bank das Bezahlen über den gewünschten Dienst überhaupt unterstützt oder ob es Möglichkeiten gibt, die Bank mittels PayPal zu umgehen.
Die EC-Terminals in Deutschland akzeptieren weitgehend alle Dienste und etwa 80% der Geräte sind bundesweit auf einem Stand, der diese Zahlungsart unterstützt. Dies sollte also keinen Einfluss auf eure Auswahl haben.

Bekannte Dienste für das Bezahlen sind Apple Pay, Google Pay, Garmin Pay und Fitbit Pay. Welche Vorteile diese im Einzelnen haben, schauen wir und jetzt genauer an.

Apple Pay

Apple Pay gehört neben Google Pay wohl zu den bekanntesten Diensten, die sich rund um das kontaktlose Bezahlen gebildet haben. In den USA kann man schon seit 2014 über den Anbieter in den Genuss des kontaktlosen Bezahlens kommen. Ihr braucht lediglich eine passende Kredit- oder Bankkarte und müsst diese zunächst in einer App registrieren. Möchtet ihr nun, nach dem Verbinden, mit eurem Gerät bezahlen, müsst ihr es erst entsperren. Zahlungen bis 25 Euro sind ohne weiteres Handeln möglich. Bei höheren Beträgen ist oft eine Legitimation durch eure PIN nötig. Eine Karte kann auf mehreren Geräten zur Zahlung genutzt werden.

Google Pay

Google Pay ist ein weitere Big-Player in dieser Branche. In Deutschland ist das Bezahlen hiermit seit Mitte 2018 möglich. Hier funktioniert die Verbindung der Karte ähnlich wie bei Apple. Ein weiterer Vorteil des Dienstes ist, dass PayPal mit eingebunden werden kann und damit das Problem mit Banken, die diese Funktion noch nicht unterstützen, behoben wird.

Garmin Pay und Fitbit Pay

Neben den beiden bekannten, bestehen auch Dienste wie Garmin Pay oder Fitbit Pay.

Garmin Pay

Das Registrieren bei Garmin Pay auf deren Smartwatches funktioniert analog zu den bereits genannten Diensten. Garmin stellt seine eigenen Uhren bzw. Smartwatches für verschiedene Anwendungsgebiete, wie Golf oder Tauchen, her. Allerdings sind die Kreditkarten, die Garmin unterstützen, noch ziemlich überschaubar.

Fitbit

Etwas bekannter als Garmins Bezahldienst sollt der von Fitbit sein. Fitbit kennt ihr bestimmt als Fitnesstracker. Sie stellen allerdings auch komplexere Smartwatches her, die ihr problemlos zum Bezahlen nutzen könnt. Alles was ihr dafür benötigt ist Fitbits Bezahldienst Fitbit Pay. Das Anmelden funktioniert hier ebenso einfach, wie bei den vorher aufgeführten Diensten.

Statt Fitnesstracker: Nutzt eure Uhr einfach als Bankkarte

Wie sicher ist das Bezahlen mit solchen Diensten?

Wie bei anderen NFC-fähigen Bezahlarten, solltet ihr die Geräte nicht aus dem Blick lassen. Es ist bekannt, dass bei größeren Menschansammlungen NFC-Karten schnell geplündert werden können. Bei Devices wie den Smartphones oder Smartwatches ist dies aber leicht zu verhindern. Ihr müsst in jedem Fall darauf achten, dass ihr euer Gerät immer sperrt, wenn ihr es nicht benutzt. Wie bereits erwähnt sind auf Smartphones und Watches Bezahlvorgänge nur bei entsperrten Geräten möglich.

Fazit

Das Bezahlen per Smartwatch wird wohl immer beliebter werden und das Bargeld weiter verdrängen. Die Methode ist einfach zeitgemäßer und hygienischer, da kein physischer Kontakt mehr nötig ist. Durch die vielen verschiedenen Anbieter ist für jede Preisklasse etwas dabei. Da fast jedes neure Device mit NFC ausgestattet ist, ist das kontaktlose Zahlen keine Zukunftsmusik mehr. Seit 2018 habt ihr in Deutschland die Möglichkeit dazu und der technische Fortschritt wird wohl auch hier noch weitere spannende Verbesserungen für uns bereithalten.

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