Wie und wo könnt ihr nachhaltig Geld anlegen?

Wenn ihr auf eine größere Anschaffung spart, dann überlegt ihr euch, wie ihr eure finanziellen Reserven langfristig anlegen könnt. Die Angebote der Banken sind vielfältig und verlockend. Wenn ihr euch nicht mit unterschiedlichen Anlagestrategien beschäftigt, dann verliert ihr schnell den Überblick.

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Niemand weiß, wie sich der Aktien- und Wertpapierhandel in den nächsten Jahren entwickeln wird. Dazu kommt, dass durch die Corona-Krise die Unsicherheit immer mehr wächst, wie sich Geld vernünftig und gewinnbringend anlegen lässt. Als langfristige Alternative gilt Gold. Denn das Edelmetall hat sich schon in vielen Krisen als wertstabil erwiesen. Jede Anlageform hat ihre Vor- und Nachteile. Neben der langfristigen Rendite wird ein Aspekt immer wichtiger: die Nachhaltigkeit.

Nachhaltige Geldanlagen: Investieren ohne schlechtes Gewissen

Die Frage liegt nahe: Was macht die Bank eigentlich mit eurem Geld? Um Zinsen und Überschüsse zu erwirtschaften, muss ein Finanzinvestor die Spareinlagen weiter investieren. Klassischer Weise geschieht dies durch Kredite oder durch den Kauf von Firmenanteilen und Beteiligungen. Entscheidend ist jedoch, ob die Bank das ihr anvertraute Geld auch im Sinne des Kunden verwaltet. Kapitalanlagen, die an der Nachhaltigkeit orientiert sind, erfreuen sich nicht erst seit der Klimadebatte großer Beliebtheit. Bereits im 19. Jahrhundert gab es in Nordamerika die Idee, Rücklagen nicht in den Waffenhandel oder die Sklaverei zu investieren. Dieser Gedanke, mit den Einlagen Firmen zu fördern, die bestimmte soziale und ökologische Standards einhalten, hat sich bis in unsere Zeit gehalten. Immer wieder gab es Debatten, in denen die ethische Bedeutung von Investitionen ein Thema war.

Nachhaltiges Investment meint nach einer Definition aus dem Brundtland Bericht von 1987 eine Geldanlage, die aktuelle Bedürfnisse der Bevölkerung und der Wirtschaft berücksichtigt. Natürliche Ressourcen sind zu schonen und für die kommenden Generationen zu bewahren. Durch den Vietnamkrieg, die Atomkatastrophe von Tschernobyl oder die Klimaerwärmung ist der Gedanke immer wichtiger geworden, mit nachhaltigen Anlagen Umweltverschmutzungen und soziale Benachteiligung zu verringern. Nachhaltige Banken, die nach diesem System ihr Geld anlegen, haben in ihrem Portfolio vor allem grüne Anlagen, die nicht in die Waffenindustrie, Kohle- und Atomkraftwerke oder in die Schwerindustrie investieren.

Die Geldinstitute bieten eine Reihe an unterschiedlichen Investitionsmöglichkeiten. Dazu gehören:

– Aktien und Direktbeteiligungen
– Investmentfonds
– Rentenbeteiligung
– Sparbriefe, Sparkonten und Festgeldkonten

Wenn ihr jetzt denkst, dass die Geldinstitute sich bewusst einschränken, dann habt ihr recht. Denn nicht nur die Rendite spielt bei der Anlage eine Rolle, sondern auch die jeweiligen Umwelt- und Sozialstandards, nach denen die Unternehmen arbeiten. Wer in das Portfolio der Bank kommt, wird über ein Auswahlverfahren entschieden. Dafür werden alle in Frage kommenden Firmen gesammelt und auf die entsprechenden Kriterien geprüft. Die notwendigen Informationen werden entweder von den Fondgesellschaften selbst zur Verfügung gestellt oder durch entsprechende Ratingagenturen angeboten.

Es gibt passive und aktive Unternehmensbeteiligungen. Bei letzterer versucht das Geldinstitut, die Firmenpolitik im Sinne einer sozialen und umweltorientierten Entwicklung zu beeinflussen.

Nachhaltige Banken und Investmentfonds

In der Bundesrepublik Deutschland findet ihr eine ganze Reihe an Banken, die auf nachhaltiger Basis arbeiten. Bereits 1974 eröffnete in der Bundesrepublik Deutschland die GLS Gemeinschaftsbank, 1988 entstand die Ökobank. Die Bank für Allgemeinwirtschaft (heute SEB Bank) rief den Umweltfond Luxinvest Ökorent ins Leben. Heute gehören nachhaltige Finanzangebote zum Spektrum der meisten großen Banken.

Für die Verwaltung von Fonds nehmen die Banken eine Gebühr, die sie meistens mit dem Sparvertrag verrechnen. Bei diesen Abgaben könnt ihr richtig sparen. Denn die Onlinebanken nehmen oft nur einen Bruchteil des üblichen Honorars. Gegenüber anderen Anbietern sind sie kostengünstig, weil der Verwaltungsaufwand des Fonds gering ist. Allgemein legen die Fonds die Beiträge breitflächig bei Unternehmen eines bestimmten Aktienindexes an. Nachhaltige ETF Fonds investieren in Unternehmen, die nach festgelegten Umwelt- und Sozialstandards ausgewählt sind. Als langfristige Anlage investieren die Makler in Unternehmen, die durch ihre Produktion nicht unnötige Ressourcen verbrauchen und auf die sozialen und gesundheitlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter Rücksicht nehmen.

Nachhaltiges Wirtschaften ist auf Dauer effizienter

Investitionen mit Sozial- und Umweltperformance sind zunächst kompliziert. Denn neben dem Gewinn gilt es noch weitere Aspekte zu beachten. Doch Umweltkrisen wie der Untergang der Ölplattform Deep Horizon 2009 zeigen, dass nachhaltige Investitionen auf Dauer nicht weniger effektiv sind als herkömmliche Finanzprodukte und langfristig sogar erfolgreicher sind.

Geld sparen

Wenn ihr eure Finanzplanung durch nachhaltige Geldanlagen ergänzen möchtet, dann könnt ihr auf eine Vielfalt an Anlage Möglichkeiten zurückgreifen. Vor allem die Onlinebanken eignen sich gut, um die eigenen Finanzen im Blick zu haben. Die Banken bieten neben einem kostenlosen Girokonto auch eine günstige Vermögensverwaltung an. Über das Onlineportal habt ihr du eine gute Übersicht eurer Finanzen. In Zeiten von Corona ist es nicht einfach, einen Sparplan zu finden, der sowohl rentabel als auch nachhaltig ist. Hier bietet eine Geldanlage mit nachhaltigem Schwerpunkt eine sichere Alternative zu Gold an. Die Einlagen sind gerade wegen ihrer ethischen Ausrichtung profitabel, weil sie auf dauerhaftes Wachstum setzen

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