Das bargeldlose Bezahlen im 21. Jahrhundert

Viele von euch wissen, was eine Kreditkarte ist. Verwechseln lässt sich die Plastikkarte nicht mit der Girokarte, ehemals EC-Karte, die jedes Girokonto enthält. Die Plastikkarte für bargeldlose Zahlungen hilft euch, finanzielle Engpässe zu überwinden. Sie lässt sich verwenden, um im Ausland zu bezahlen oder im Ladengeschäft oder im Internet einzukaufen. Weiterhin erlaubt die Plastikkarte es, Bonuspunkte zu sammeln. Letztere lassen sich gegen diverse Leistungen einlösen.

kreditkarte zahlen
Mit der Kreditkarte könnt ihr ganz bequem ohne Bargeld in den verschiedenen Geschäften bezahlen. Je nach Höhe der Zahlung müsst ihr den Einkauf mittels Pin-Eingabe verifizieren. Anderenfalls klappt die kontaktlose Zahlung mit dem integriertem NFC-Chip problemlos.

Bei der Zahlung mit einer Kreditkarte fallen oftmals Gebühren und andere Kosten an. Aus diesem Grund stellt sich die Frage: Wann rentiert sich die Karte und wann nicht? Um diese Frage zu klären, gehen wir hier auf die Eigenschaften dieser Zahlungsmittel ein, ihre Verwendungszwecke sowie Vor- und Nachteile ein.

Kreditkarten und ihre Eigenschaften

Die Kreditkarte zeichnet sich besonders dadurch aus, dass ihr wie damit bargeldlos zahlen könnt. Ihr braucht dafür die Karte nicht einmal im physischen Sinne, es reicht schon, wenn ihr euer Smartphone oder eure Smartwatch zur Zahlung an das Terminal hält. Allerdings benötigt ihr die Kreditkarte doch schon, wenn ihr Bargeld abheben wollt. Dafür könnt ihr unterschiedliche Kreditkarten wie die Prepaid Kreditkarte, Charge- oder Revolving Karte nutzen. Je nach Anbieter wie beispielsweise Amazon oder die V-Pay Karte ist die Funktionsweise anders. Bei der Revolving Kredit Karte erhält ihr beispielsweise eine Kreditkarte mit einem flexiblen Rahmenkredit, wo dann erst ab dem dritten Monat Zinsen anfallen.

Das klingt grundsätzlich positiv, allerdings steckt hinter jedem Angebot auch eine Falle. Wir empfehlen euch niemals einen Zinsaufschlag, egal welcher Art, zu akzeptieren. Dementsprechend könnt ihr wie mit der Klarna Card die Zahlung zu Teil zahlen. Dieses Modell nennt man Teilzahlung. Allerdings fallen dann auch hier wiederum hohe Zinsen an.

Kreditkarten – wann ist sie sinnvoll?

• für Reisende
• für Jugendliche
• bei der Überwindung kurzfristiger Zahlungsengpässe

Plastikgeld rentiert sich für Menschen, die viel auf Reisen sind

Wenn ihr unterwegs seid, gehört eine Karte für bargeldloses Bezahlen zum Gepäck. So könnt ihr eine Kreditkarte beispielsweise zu eurem Vorteil in den Vereinigten Staaten, England und in Rest der Welt nutzen. Vor allem im Ausland hat sie den Vorteil bei Liquiditätsproblemen zu helfen. Der Grund ist, dass nicht alle Länder eine Girokarte akzeptieren. Weiterhin lässt im Ausland Bargeld sich nicht von allen Bankautomaten abheben. Das bedeutet, wenn ihr vorhabt zu verreisen, denkt daran, eine Karte mit günstiger Auslandsgebühr mitzuführen. Ansonsten besteht die Gefahr, im Ausland ohne Geld dazustehen.

Reisen Flugzeuge
Die Kreditkarte als Reisebegleiter kann durchaus Sinn machen und ist auch praktisch. Mittels der richtigen Kreditkarte könnt ihr nämlich Kosten einsparen und euch den Urlaub im Ausland erleichtern. Die Kreditkarte des Maestro Unternehmens oder der VISA Gesellschaft sind in über 200 Ländern akzeptiert.

Prepaid Kreditkarten für Jugendliche und Menschen mit schlechter Bonität

Für Kinder und Jugendliche empfiehlt sich eine Prepaid Kreditkarte. Mit dieser Karte auf Guthabenbasis sind sie in der Lage, weltweit bargeldlose Zahlungen zu tätigen, ohne in die Schuldenfalle zu geraten.

Prepaid-Kreditkarten eignen sich zusätzlich für Menschen, die bei Hausbanken keinen Kredit bekommen. Der Grund hierfür ist oftmals, dass die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) einen negativen Eintrag über sie ausweist. Bei einer Karte auf Guthabenbasis gibt es keinen Kreditrahmen oder Verfügungsrahmen. Ihr seid demgemäß in der Lage, ausschließlich das selber aufgeladene Geld auszugeben.

Kurzfristige Engpässe mit einer bargeldloser Plastikkarte ausgleichen

Mit Plastikgeld seid ihr fähig, kurzfristige Zahlungsengpässe auszugleichen. Auf diese Weise lassen sich Mahngebühren und Verzugszinsen vermeiden. Wichtig hierfür ist der Kartentyp.

Bei einer sogenannten Charge-Karte zieht die Bank am Ende des Abrechnungszeitraumes (in der Regel Monatsende) automatisch den Kreditbetrag von eurem Girokonto ab. Anders verhält es sich bei einer Revolving-Kredit-Karte. Mit dieser Karte zahlt ihr eure Kreditkartenbeträge in Ratenzahlungen. Der Nachteil hier besteht darin, dass, abhängig vom Kreditkartenanbieter, oftmals hohe Gebühren anfallen. Aus diesem Grund tut ihr gut daran, eine finanzielle Reserve zu bilden. Mit dieser lässt sich die Verwendung von Plastikgeld für den Ausgleich kurzfristiger Zahlungsengpässe vermeiden.

Kreditkarten mit Bonusprogrammen – rentieren sie sich?

Die Antwort auf diese Frage hängt von eurem Lebensstil und Einkäufen ab. Viele Anbieter bieten mit ihren Kreditkarten Leistungen wie Reiseversicherungen an. Letztere gelten für Reisen ins Ausland bis zu 90 Tagen. Andere Anbieter bieten Vorteile bei Fluggesellschaften. Voraussetzung hierfür ist, dass ihr eure Rechnungen mit der Karte begleicht. Das bedeutet, Kreditkarten mit Bonusprogrammen lohnen sich, wenn ihr diese Leistungen regelmäßig in Anspruch nehmt. Weiterhin gilt: Im Idealfall denkt ihr daran, euch die Konditionen der eingeschlossenen Reiseversicherung gründlich durchzulesen.

Dazu müsst ihr abwägen, ob sich die Kosten hierfür lohnen. Fragt euch am besten, welche Schäden die Versicherung im Allgemeinen abdeckt. Fallen dann noch weitere Kosten auf euch zu? Oder übernimmt die Versicherung den kompletten Schaden und die Selbstbeteiligung entfällt. Falls ihr doch noch zahlen musst, wie viel müsst ihr dann immer hinzu rechnen?

Die Vor- und Nachteile von Kreditkarten

Die Vorteile:

  • kostenlos und weltweit Geld abheben
  • Tag und Nacht Geld abheben
  • Bieten mehr Sicherheit als Bargeld (Kreditkarten lassen sich zu jeder Tageszeit sperren)
  • Finanzielle Reserve (Nutzung eines Kreditrahmens)
  • Flexible Rückzahlung
  • Beinhalten Bonusprogramme und zusätzliche Leistungen (Reiseversicherung)
  • Viele Anbieter bieten zusätzlich zu einer Karte ein kostenloses Girokonto an
  • Abbuchung der Ausgaben lässt sich steuern (nach dem Gehaltseingang)
  • Unternehmen wie Hotels verlangen oftmals Zahlung per Kreditkarte
Kreditkarten
In den Vereinigten Staaten läuft der Amerikaner durchschnittlich mit Vier Kreditkarten herum. In der Berechnung wurde auch die Schicht der Bevölkerung hinzugezählt, die sich nicht einmal ein Bankkonto leisten können und keine Kreditkarte besitzen. Folglich sind die Meisten aus der USA hoch verschuldet und in der sogenannten Schuldenfalle.

Die Nachteile:

  • Höhere Kosten für Barabhebungen im Ausland als mit Girokarte
  • Oftmals fällt zusätzliches Fremdwährungsentgelt an
  • Eine Jahresgebühr fällt bei einigen Anbietern an
  • Gefahr, in die Schuldenfalle zu geraten

Wann rentiert sich eine Plastikkarte für bargeldloses Bezahlen nicht?

Wer von euch ständig mit Zahlungsproblemen kämpft, der tut daran, von der Nutzung einer solchen Karte abzusehen. Mit dem Plastikgeld lockt das schnelle Geld. Aber sie erhöht die Gefahr, in die Schuldenfalle zu geraten. Dies gilt vor allem für Menschen mit schlechter Bonität. Oder mit einem negativen Eintrag bei der Schufa.

Fazit: Ab wann lohnt sich die Kreditkarte?

Grundsätzlich raten wir euch, Plastikgeld als flexibles zweitrangiges Zahlungsmittel zu nutzen und nicht als finanzielle Reserve zu beanspruchen. Im Idealfall legt ihr mehrere Monatsgehälter auf ein Tagesgeldkonto. Dieses Geld lässt sich hervorragend nutzen, um finanzielle Engpässe auszugleichen. Auf diese Weise vermeidet ihr die Aufnahme eines Kredits mit hohen Zinsen. Oder ihr nehmt euch eine Karte ohne Jahresgebühr, die günstige Zinsen bei der Verwendung im Ausland bietet.

Wenn ihr über eine schlechte Bonität verfügt, eignet sich am besten eine Prepaid Karte auf Guthabenbasis. Diese verhindert, dass euch die Schuldenfalle droht.

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