Ihr lest ständig über Bonitäten und Kreditwürdigkeit, wisst aber nicht, wie man diese für euch ermittelt ? Ihr seid online im Einkauf und es heißt plötzlich, man könne euch keinen Rechnungskauf ermöglichen aufgrund eurer schlechten Bonität? Ihr wollt eine Prepaid Kreditkarte haben und fiebert eurer Bonitätsabfrage entgegen, dann aber heißt es, man prüfe eure Bonität ja gar nicht, und das versteht ihr nicht? In diesem Artikel zeigen wir euch, wieso Bonitätsprüfungen in fast allen Lebensbereichen stattfinden. Ob bei der Miete, beim Autokauf, Leasing, Eröffnung eines Bankkontos oder im Onlinekauf – überall prüft man eure Bonität und checkt, wie es um eure Kreditwürdigkeit bestellt ist. Damit ihr besser versteht, was da im Hintergrund bei Schufa & Co abläuft, zeigen wir euch, was der Bonitätsindex ist, und wie er dazu beiträgt, dass ihr entweder eine gute Bonität habt oder eine schlechte.

Der Bonitätsindex – was ist das?

Der Bonitätsindex ist ein Maß, mit dem Kreditinstitute, Ratingagenturen und Wirtschauskunfteien eure Kreditwürdigkeit prüft. Die Kreditwürdigkeit sagt etwas darüber aus, wie hoch das Risiko ist, dass ihr eure Rechnungen nicht bezahlen könnt. Je niedriger die Kreditwürdigkeit ist, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass man euch zum Beispiel einen Mietvertrag anbietet oder euch ein Bankkonto eröffnet. Der Bonitätsindex teilt die Höhe der Risiken ein in Gruppen. Je nachdem welcher Gruppe ihr angehört, werden euch Möglichkeiten gegeben. Das Leasing eines Autos bedarf in den meisten Fällen einer höheren Kreditwürdigkeit als das Mieten einer einfachen Wohnung. Diese Gruppen sind kaskadisch gestaffelt. Je höher euer Index, desto niedriger die Kreditwürdigkeit in der Regel. Es gibt auch keine allgemeingültige Definition, wie solch ein Index genau aussieht und wie die Gruppen geformt werden. Auch die Berechnung eurer Bonität mittels Formeln kann frei durch jedes Kreditinstitut oder Wirtschaftsauskunftei erfolgen. Zwei der bekanntesten sind für private Leute in Deutschland die Schufa und Creditreform. Leider verhalten diese ihre Methode der Bonitätsberechnung geheim. Dennoch kann man sagen, dass der Bonitätsindex tendenziell ähnlich aussieht. Es kommt häufig nur darauf an, über wie viele Informationen diese Institute und Firmen über euch besitzen. Je mehr Informationen vorhanden sind, desto trefflicher können Bonitätsabfragen erfolgen. Auch hier gilt die Tendenz, dass je mehr Informationen ein Insitut über euch hat, desto geringer die Kreditwürdigkeit, da jede Handlung vom Idealzustand der „schufafreien“ Weste abweicht.

Beispiel eines Bonitätsindex

Der Bonitätsindex bei Creditreform sieht beispielweise wie folgt aus

BonitätsindexBedeutungAusfallwahrscheinlichkeit
100–149ausgezeichnete Bonität0,20 %
150–199sehr gute Bonität0,35 %
200–249gute Bonität0,84 %
250–299mittlere Bonität1,99 %
300–349schwache Bonität6,97 %
350–499sehr schwache Bonität15,05 %
500mangelhafte Bonität
600ungenügende Bonität
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