Spätestens wer ein eigenes erstes Bankkonto eröffnen möchte kommt mit der IBAN zu tun. Was zuerst nach einer Abkürzung für irgendein Verein klingt, ist in Wahrheit eure Kontonummer und Bankleitzahl. In diesem Beitrag erkären wir euch, was die IBAN genau bedeutet, wie sie sich zusammensetzt und wie wichtig sie für den Zahlungsverkehr (Überweisungen, SEPA – Lastschrift) ist.

Was ist IBAN?

IBAN ist die Kurzform von International Bank Account Number und ist eine Standard Bezeichnung für das internationale System von Bankkonten. Standard deshalb, weil sie durch eine Norm (ISO 13616-1:2007 Teil 1) beschrieben wird. Wer ein Bankkonto eröffnet, bekommt eine IBAN, die sich aus mehreren Teilen zusammensetzt.

Warum gibt es die IBAN?

Die IBAN wurde eingeführt, um internationale Zahlungen zwischen den Banken zu vereinfachen. Leider nehmen nicht alle Länder weltweit an dem IBAN Standard teil. Seit 2012 nehmen fast 61 Länder weltweit teil. Da die Banken in den verschiedensten Ländern komplett verschiedentliche Systeme zur Kennzeichnung der Bankkonten haben, wurde von USA angeregt diesen Standard einzuführen. Die USA selbst nehmen jedoch kurioserweise nicht an dem IBAN System teil.

Wie setzt sie die IBAN zusammen?

Die IBAN kann im Extremfall bis zu 32 Zeichen lang sein. In Deutschland jedoch nur 22 Stellen lang. So setzt sich die IBAN zusammen:

  • 2-stelliger Ländercode
  • 2-stellige Prüfsumme
  • 8-stellige Bankleitzahl
  • 10-stellige Kontonummer

Isgesamt sind es also 22 Stellen in Deutschland. Die letzten zehn Ziffern eurer IBAN sind also eure Kontonummer. Die Stellen 5 bis 12 stellen eure Bankleitzahl dar. Wenn ihr nach der Bankleitzahl einige Nullen seht, so deutet dies, dass eure Kontonummer kürzer ist.

Beispiele für eure IBAN

DEXX BBBBBBBB KKKKKKKKKK

DE – Deutschland
XX – Prüfsummer
BBBBBBBB – Hier steht eure Bankleitzahl
KKKKKKKKKK – Hier steht eure Bankkontonummer

Ist die IBAN echt?

Es gibt im Internet vermehrt Möglichkeiten zu testen, ob eine IBAN wirklich vorhanden ist. Dies ist jedoch oft nicht nötig zu verwenden, da eure Bank die IBAN in den meisten überprüft. Ist das Konto nicht vorhanden, so wird euch das Geld zurückerstattet. Die Onlinestests können schließlich auch nicht wissen, ob eine IBAN wirklich echt ist oder nicht. Es kann lediglich getestet werden, ob eine Bankleitzahl korrekt ist, da diese registriert sind.

IBAN nutzen für Überweisungen

Wenn ihr eine Überweisung tätigen wollt, so benutzt die IBAN desjenigen, dem ihr das Geld zusenden wollt. Ihr könnt dies per Onlinebanking oder per Überweisungsauftrag erledigen. Dabei ist es nötig, dass ihr die vollständige IBAN angebt.

IBAN nutzen für SEPA – Lastschrift

Die SEPA Lastschrift könnt ihr bisher nicht bei allen Ländern einsetzen, die auch die IBAN eingeführt haben. Informiert euch daher bei eurer Bank, wenn ihr im AUsland ein Bankkonto habt. Die SEPA-Lastschrift bedarf ebenfalls, genau wie die Überweisung, die vollstände IBAN. Oft wird auch die BIC benötigt. Seit 2016 wird jedoch auf die BIC üblicherweise verzichtet.

Vorteile und Nachteile

VorteileNachteile
Standardisierung des Überweisungstransfersschwierig zu merken
Erhöhung der Sicherheitleicht Tippfehler möglich
Günstigeres Konto dank sinkender Kosten

IBAN in verschiedenen Ländern

Die IBAN ist in vielen Ländern etabliert, größenteils im europäischen Raum und im mittleren Osten. Wenn eure IBAN keinen Ländercode hat, so bezeichnet man dies auch als BBAN.

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