Gegründet mit der Genehmigung von König Ludwig II.

Zu den größten Privatbanken Deutschlands zählt zweifelsfrei die UniCredit Bank AG, zu welcher auch die HypoVereinsbank gehört. 2019 konnte eben diese eine Bilanzsumme von rund 303,6 Milliarden Euro erzielen. Das entspricht ca. 36,5 Prozent der gesamten Bilanzsumme der Aktiengesellschaft. Doch angefangen hat die Bank ganz klein in der bayrischen Landeshauptstadt München.

Die Entstehung und Geschichte der Hypo-Vereinsbank

Von 1869 – 1920

Am 11. April 1869 erteilte König Ludwig II. von Bayern die Konzession für die Gründung der “Bayerischen Vereinsbank”. Dies war der Vorgänger der heute allseits bekannten HypoVereinsbank. Nach der Erlaubnis durch den König wurde dann die erste Geschäftsstelle am 1. Juli 1869 in der Münchner Prannerstraße 5 eröffnet.

Der Grund für die Gründung der Bank war der erhöhte Kreditbedarf der bayerischen Wirtschaft sowie die erlassene Gewerbe- und Niederlassungsfreiheit. Gestartet ist sie mit einem Grundkapital von 5,25 Mio. Gulden (4,43 Mio. Euro). Zum Gründungskomitee gehörten Augsburger und Münchner Hof Bankiers, Adelige und private Geschäftsleute. Um nicht nur im Bank-, sondern auch im Hypothekenbankgeschäft tätig sein zu dürfen, erhielt die noch junge Bank 1872 die Erlaubnis Boden Kredite vergeben zu dürfen. Dieses Privileg hatten nämlich nur die wenigsten Bankhäuser in Bayern.

Von 1920 – 1945

Die Bank konnte relativ schnell wachsen. So übernahm sie in den Jahren 1920/21 die Bayerische Handelsbank sowie die Vereinsbank in Nürnberg. Mit dieser Übernahme stieg die Anzahl der Filialen damit auf insgesamt 129 an. Nach der Inflation im Jahre 1923 musste das Institut aufgrund von Rationalisierungsmaßnahmen 2.500 Mitarbeiter entlassen.

1925 bot die Bank ihren Kunden die ersten Sparbücher an. Damals hießen diese allerdings noch “Bar-Depositen ohne Überweisungsverkehr”. 1938 versuchten die Nationalsozialisten mit Hilfe von Beteiligungen am Aktienkapital, Einfluss auf das Institut zu nehmen. Dieser Versuch scheiterte allerdings.

Von 1945 – bis heute

Nach dem 2. Weltkrieg half sie mit Unternehmenskrediten den Wiederaufbau zu finanzieren und zur Zeit der Wirtschaftswunders wurde das Privatkundengeschäft weiter ausgebaut. 1971 übernahm die Bayerische Vereinsbank die bayerische Staatsbank. Mit dieser Fusion wurde sie zu einer der größten Banken Deutschlands.

Weitere Fusionen wie mit der saarländischen Röchling Bank oder der Vereins- und Westbank aus Hamburg folgten dann. 1997 war die Bayerische Vereinsbank mit einer Konzernbilanzsumme von 449 Mrd. DM (255 Mrd. Euro) bereits die fünft größte in ganz Deutschland. Mit der Übernahme der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank im Jahre 1998 wurde zudem der Name in “Bayerische Hypo- und Vereinsbank” unbenannt. Seit 2005 ist sie Teil der UniCredit und heißt seit 2009 UniCredit Bank AG.

Übersicht der Produkte und Services der HypoVereinsbank

Die UniCredit Bank AG deckt ein übersichtliches Spektrum an Produkten und Services an. Diese betreffen insbesondere folgende Bereiche:

  • Retail Banking
  • Private Banking
  • Corporate Banking

Zu diesem Zwecke angeboten werden:

  • Girokonten
  • Debit- und Kreditkarten
  • Sparkonten
  • Festgeldkonten
  • Auto- und Konsumentenkredite
  • sowie Hypothekendarlehen

Darüber hinaus könnt ihr Fremdwährung für Geschäftsreisen oder den Urlaub bestellen. Die Möglichkeit für Online- und Mobile-Banking ist ebenso gegeben. Zudem könnt ihr als Kunden eine Einschätzung zur aktuellen, volkswirtschaftlichen Situation sowie zu den folgenden Auswirkungen auf den Finanzmärkten bekommen. Dieser Service nennt sich “HVB Montags-Call”. Unternehmen unterstützt die Bank bei der Finanzierung sowie bei der Zahlungsabwicklung im In- und Ausland. Das gilt ebenso für das Anlagemanagement und die Risikoabsicherung.

Die verschiedenen Konten im Detail

Damit ihr eine Übersicht zum Angebot der Hypo-Bank bekommen könnt, stellen wir euch hier die verschiedenen Privat- und Geschäftskonten vor. Insgesamt werden vier Kontomodelle für Privatkunden und eines mit verschiedenen Unterkategorien für Geschäftskunden angeboten.

HVB StartKonto

Dieses Konto ist für Azubis, Schüler und Studenten gedacht. Das bedeutet für euch, das bis zu eurem 26. Lebensjahr keine Kontoführungsgebühren anfallen. Angeboten wird das StartKonto mit einer EC-Karte und einer MasterCard Kreditkarte. Das Geldabheben im Ausland ist bei ausgewählten Partnerbanken für euch kostenlos.

HVB AktivKonto

Dieses Konto ist grundsätzlich ein Online-Konto, da ihr für beleghafte Vorgänge mit diesem viel Geld bezahlen müsst. Im Vergleich zu vollkommen Onlinebanken wie N26 beispielsweise habt hier allerdings noch die Möglichkeit auf Filialen auszuweichen. Das AktivKonto ist mit einer Kontoführungsgebühr von 4,90 Euro beziffert.

HVB PlusKonto

Dieses Konto könnt ihr mit vielen Extras bekommen. Mit einer Kontoführungsgebühr von 9,90 pro Monat ist es nicht kostenlos. In diesem Preis inbegriffen sind Überweisungen und Transaktionen in der Filiale. Darüber hinaus wird euch eine kostenlose Mastercard angeboten. Zur Eröffnung eines Plus Kontos könnt ihr außerdem einen 100€ Amazon-Gutschein bekommen.

HVB ExklusivKonto

Dieses Konto gehört zum Premium-Segment und bietet daher auch einige Extras. Hier findet ihr weitere Informationen zum ExklusivKonto. Mit einer Kontoführungsgebühr von 14,90 Euro pro Monat ist es daher das Teuerste für Privatkunden. Enthalten in diesem Preis sind alle beleghaften Vorgänge am Schalter. Zudem könnt ihr eine MasterCard ohne Aufpreis dazubekommen. Diese kann von euch weltweit für Abhebungen am Geldautomaten und für Zahlungen kostenlos eingesetzt werden. Wenn ihr bei bestimmten Partnern der HypoVereinsbank Reisen bucht, bekommt auf die Ticketverkäufe bis zu 5% Rabatt.

HVB Konto4Business

Für Geschäftskunden bietet die Bank verschiedene Auswahlmöglichkeiten an. Aufgeteilt sind diese nach Buchungslimits.

  • HVB Konto4 Business Smart- maximal 40 Buchungen pro Monat
    Kontoführungsgebühren: 7 Euro
  • HVB Konto4Business Klassik – maximal 300 Buchungen pro Monat
    Kontoführungsgebühren:15,95 Euro
  • HVB Konto4Business Komfort: – für mehr als 300 Buchungen pro Monat
    Kontoführungsgebühr: 40 Euro
  • HVB Konto4Business Med – maximal 350 Buchungen pro Monat
    Kontoführungsgebühren: 12 Euro (ersten zwei Jahre kostenlos)

Zu jedem dieser Konten bekommt ihr bis zu 6 Kreditkarten. Gerade beim Klassik- und Komfort-Angebot sind diese teilweise sogar kostenlos. Darüber hinaus unterstützt die Bank euch als Geschäftskunden in den Bereichen:

  • Beantragung von Fördermitteln
  • Nutzung von innovativen Zahlungsmöglichkeiten
  • Leasing-Angeboten

Geldanlage und Altersvorsorge bei der HypoVereinsbank

Solltet ihr daran interessiert sein, Vermögen aufzubauen und euer Geld anlegen wollen, dann hält die Hypo-Bank für euch eine Anlageberatung bereit. Aktien- und Depot Angebote direkt bei der HypoVereinsbank gibt es nicht. Investieren könnt ihr bei diesem Institut aber in folgende Assets:

  • Gold
  • Wertpapiere
  • Festgeld

In puncto Altersvorsorge & Absicherung, Pflege, Gesundheit und Eigentum arbeitet die UniCredit Bank zudem sehr eng mit der Allianz zusammen. Gemeinsam haben sie für euch Angebote entwickelt, die euer Vermögen absichern sollen. Sogar die Altersvorsorge kann mit einem Berater besprochen werden. Gemeinsam mit diesem könnt ihr dann eine Strategie herausarbeiten.

Fazit: Für wen lohnen sich die Services und Konten bei der HypoVereinsbank?

Die Hypo-Bank bietet bietet euch ein übersichtliches Angebot an Dienstleistungen und Kontomodellen im Privat- als auch im Geschäftssegment an. Solltet ihr daher ein reines Girokonto für Gehalts-, Miet- und Konsumausgaben suchen und eine persönliche Bedienung am Schalter nicht benötigen, so gibt es vergleichsweise günstigere Banken. Ein Geschäftskonto sowie ein Privatkonto mit exklusiven Vorteilen hingegen kann sich für manche von euch lohnen. Gerade wenn ihr viel unterwegs seid und viele monatliche Buchungen habt. Das gilt ebenso für die geschäftlichen Unterstützungen, die das Institut euch bietet.

hypovereinsbank
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